ST. ANTONI 21.05.2019

Die Gene­ral­ver­samm­lung des Gewer­be­ver­bands Sen­se hat ges­tern Micha­el Zur­kin­den als neu­en Prä­si­den­ten gewählt.

Die Ver­ant­wor­tung und die Arbeit als Prä­si­dent des Gewer­be­ver­bands Sen­se sei­en nicht zu unter­schät­zen, sag­te Micha­el Zur­kin­den ges­tern im Vor­feld der Gene­ral­ver­samm­lung auf Anfra­ge der FN. Nach reif­li­cher Über­le­gung habe er sich ent­schie­den, die Her­aus­for­de­rung anzu­neh­men, um sich für das Sen­s­ler Gewer­be ein­zu­set­zen. Des­sen Ver­tre­ter schenk­ten ihm ges­tern ihr Ver­trau­en: Die rund 100 Anwe­sen­den an der Gene­ral­ver­samm­lung in St. Anto­ni haben ihn als neu­en Prä­si­den­ten gewählt. Er folgt auf Tho­mas Rau­ber, der sei­ne Demis­si­on bereits im März bekannt gege­ben hat­te (die FN berich­te­ten). Nach sechs Jah­ren an der Spit­ze des Gewer­be­ver­ban­des hat­te Rau­ber auf eine Wie­der­wahl ver­zich­tet, dies aus beruf­li­chen Grün­den, wie er damals mit­teil­te. Auch Armin Hay­moz ist nach 35  Jah­ren aus dem Aus­schuss des Vor­stands aus­ge­tre­ten – die Ver­samm­lung wähl­te Mar­kus Jul­my aus ­Schmit­ten als sei­nen Nach­fol­ger.

Richt­plan als Her­aus­for­de­rung

Der neue Prä­si­dent ist Mit­glied des Gewer­be­ver­eins Düdin­gen und Geschäfts­füh­rer der Geo­therm AG, eines Unter­neh­mens, das zum Schwei­zer Bau­stoff­pro­du­zen­ten Kibag gehört. Poli­tisch enga­giert er sich als SVP-Mit­glied im Gene­ral­rat von Düdin­gen, den er 2017 bis 2018 prä­si­dier­te. «Das Sen­s­ler Gewer­be ist bekannt für sei­ne Viel­fäl­tig­keit, Serio­si­tät und Zuver­läs­sig­keit», mein­te Zur­kin­den zu den FN. In Zukunft wür­den sich der Gewer­be­ver­band und der Gemein­de­ver­band Regi­on Sen­se inten­siv mit dem Arbeits­zo­nen-Manage­ment befas­sen, dies ange­sichts des kan­to­na­len Richt­plans. «Es ist wich­tig, künf­tig auch dem klei­ne­ren Gewer­be die ent­spre­chen­de Infra­struk­tur zur Ver­fü­gung zu stel­len.»

Der Sen­s­e­be­zirk sei «ein Mus­ter­schü­ler», wenn es um die Arbeits­zo­nen gehe, sag­te Staats­rat Oli­vi­er Cur­ty an der Ver­samm­lung. Er bezog sich dabei auf das Pilot­pro­jekt der Regi­on Sen­se, das eine gemein­sa­me Arbeits­zo­ne für alle 17  Sen­s­ler Gemein­den schaf­fen soll. Das re­gionale Gewer­be sei der Motor der Wirt­schaft, wes­halb es wich­tig sei, gut aus­ge­bil­de­te Arbeits­kräf­te in die Wirt­schaft ein­zu­brin­gen. «Ich rufe euch auf, der Lehr­lings­aus­bil­dung Sor­ge zu tra­gen, denn sie ist ein wun­der­ba­rer Ein­stieg ins Berufs­le­ben.» Er wis­se um die Her­aus­for­de­run­gen der KMU. Der Kan­ton sei des­halb dar­an, die bes­ten Rah­men­be­din­gun­gen für das loka­le Gewer­be zu schaf­fen, so Cur­ty.

Ver­band blickt auf sei­ne Mes­se

Der Gewer­be­ver­band blick­te an der Ver­samm­lung in die nahe Zukunft, näm­lich auf den Etap­pen­start der Tour de ­Suis­se in Fla­matt am 17. Juni, den er mit­or­ga­ni­siert. Er blick­te aber auch in die etwas fer­ne­re Zukunft, denn er steht 2021 vor sei­nem nächs­ten gros­sen Anlass, der «Seis­ler Mäss» 2021. All­zu fern ist der Event aber nicht, denn die Ver­ant­wort­li­chen ste­cken mit­ten in den Vor­be­rei­tun­gen, wie OK-Prä­si­dent Nico­las Bür­gis­ser sag­te. Seit letz­ter Woche gibt es einen gleich­na­mi­gen Ver­ein. Die Mes­se sol­le ein guter Mix sein aus tra­di­tio­nell und modern. «Sie soll auch sen­s­le­risch sein, denn wir sind bekannt für gute Fes­te – das trug auch zum Erfolg der letz­ten Aus­ga­be bei.»